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Donnerstag, 9. Mai 2013

Thriller im Anmarsch - "INJEKTIONEN" wird bald erscheinen

Lange wird es wohl nicht mehr dauern - der Thriller "INJEKTIONEN" von M. Fernholz wird bald erhältlich sein.

Grob umrissen geht es diesmal um den Autor Frank Nexdor, der sich nach einem ereignisreichen Aufmarsch von Polizei und Militär veranlasst fühlt, dem Geschehen auf den Grund zu gehen. Er hofft dadurch, Stoff für einen Bestseller zu bekommen. Dass er sich dabei allerdings in höchste Gefahr begibt, weiß er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Hier ein Link zum Vorabtrailer des Thrillers "INJEKTIONEN" und natürlich das Cover:

"INJEKTIONEN" von M. Fernholz

Montag, 1. April 2013

"eat" ist nun als Taschenbuch erhältlich

Nun ist es soweit: "eat ... wer die Hungrigen weckt" ist als Taschenbuch erhältlich. In den kommenden Tagen wird sich entscheiden, ob das Horrordrama dann auch überall im Buchhandel als E-Book verfügbar sein wird. Eine Kindle-Edition wird es unabhängig davon auf jeden Fall noch geben.

Hier gehts zur Leseprobe.

Samstag, 30. März 2013

"Eat" - erste Leseprobe

Lange wird es nun nicht mehr dauern, bis das Horrordrama "Eat" erscheinen wird. Aus diesem Grunde präsentiere ich euch/Ihnen hier ein Stück des ersten Kapitels:

KAPITEL 1

Wie ein kleiner Profi dribbelt Tim den Basketball mit zügigen Schritten an seiner Schwester vorbei. Schnell jagt sie dem Neunjährigen nach, um den Ball in Besitz zu nehmen. Dabei stellt sie sich etwas ungeschickt an, was aber nicht verwunderlich ist, denn sie beherrscht das Spiel überhaupt nicht, ist erst sieben und für ihr Alter ziemlich klein. Häufig rutscht ihr der Ball beim Laufen sogar aus den Händen, weil sie diesen kaum richtig halten kann.
Demnach kommt Melanie, wie so oft, nicht in Ballbesitz und kann nur zusehen, wie ihr Bruder stehen bleibt, den Basketballkorb anvisiert, dann hochspringend wirft und tatsächlich einen Treffer landet. Gekonnt fängt er den am Schuppen abprallenden Ball und versucht es erneut, doch diesmal trifft er nur den Rand des Korbes.
»Mist …!«, äußert er entsprechend und wischt sich mit der flachen Hand den Schweiß von der Stirn. Anschließend wendet er sich, um das hopsende Rund einzufangen.
Melanie, deren dunkles Haar mit einem Reif geschmückt ist, lächelt. Sie freut sich darüber, dass Tim soeben keinen Erfolg erzielen konnte und wartet beobachtend auf den hopsenden, ihr näher kommenden Ball. Dann ergreift sie die Chance – mit der Hand gleitet sie über den kurz vor ihr abprallenden Basketball. Dennoch hat sie das runde Spielgerät nicht recht unter Kontrolle, und da kommt Tim auch schon angerannt und nimmt den Ball rasch in Besitz.
»Ich hatte ihn eben gehabt«, schimpft die Siebenjährige. Ihr langes Haar weht im angenehmen Sommerwind, als sie ihren Bruder bockig ansieht.
Tim dagegen grinst, und stänkernd kommt er mit dem Ball dribbelnd auf Melanie zu. »Und jetzt hab ich ihn wieder. So geht Basketball eben.«
Ungeschickt versucht sie daraufhin, den hochspringenden Ball zu gewinnen, doch zügig entfernt sich Tim ein Stück von ihr. »Ach man!«, reagiert sie genervt.
Den Ball prellt er konzentriert weiter, und in kurzen Abständen blickt er immer wieder zu seiner Schwester, um ihr keine Chance der Ballentnahme zu ermöglichen. »Komm doch, komm doch …!«, neckt er.
»Das geh ich Mami sagen!« Frech streckt sie ihm die Zunge entgegen, und übertrieben bockig stapft sie los, während Tim sich unbeeindruckt umdreht und im Zickzack-Kurs auf den Basketballkorb zusteuert.
Die beiden streiten sich ständig. In diesem Alter finden Jungs Mädchen eben doof und umgekehrt genauso. Allerdings ist Tim meistens derjenige, der anfängt zu zoffen, weil er sich von seiner Schwester genervt fühlt. Er meint immer, sie sei noch zu klein und kann alles, was er so macht, noch nicht. Und das lässt er sie mit seiner gemeinen Umgangsform spüren. Er ist viel zu sehr sein eigener Typ und legt manchmal Allüren an den Tag, die darauf schließen lassen, dass er sich im späteren Leben garantiert durchzusetzen weiß.
Auf der Terrasse sitzen Jessica und Heiko, schauen konzentriert auf den Tisch. Die Eltern der beiden Kinder haben einen Straßenatlas vor sich liegen, um den Streckenverlauf ihrer bevorstehenden Reise zu optimieren und gedanklich zu festigen.


Eine kleine Leseprobe des Prologs ist hier zu finden. 

Sonntag, 10. März 2013

Bald ist es soweit - "Eat" wird erscheinen

Fans des Hinterwäldler-Horrors dürfen sich freuen - Ende April wird der Roman "Eat" erscheinen. Zu viel möchte ich selbstverständlich noch nicht verraten, jedoch wird es sich um eine dramatische Horrorstory handeln.

Eine Familie macht sich auf, um mit ihrem Wohnmobil nach Italien auszuwandern, doch im Bayrischen Wald haben sie eine Panne und kommen vor Tagesanbruch nicht weg, denn sie werden von einem Unwetter überrascht. Auch vier abenteuerlustige Freunde befinden sich hier im Wald, um ihren Urlaub hier zu genießen. Dass alle acht Personen bald ein paar Hinterwäldler wecken, können sie nicht wissen.

Hier schon mal das Cover zu "Eat":


Dienstag, 26. Februar 2013

Buch ist angekommen

Für die DNB und natürlich für mein Bücherregal habe ich insgesamt drei Exemplare meines Horrorthrillers "Border - Niemand entkommt dem Spiel" erworben. Von der Qualität bin ich im Gesamten positiv überrascht.

Es gibt zwar bei genauerem Begutachten einen Mangel beim Beschnitt, der allerdings auch nur auffällt, wenn man sich den Buchrücken ansieht. Ansonsten ist das Deckblatt ein bisschen dünn, im Gegensatz zu den Umschlägen von herkömmlichen Taschenbüchern.

Ansonsten bin ich sehr zufrieden. Die Schrift ist scharf, das Papier ist in Ordnung und das Cover ist so, wie ich es geplant habe. Grundlegend unterscheidet es sich kaum von den im regulären Handel erhältlichen Taschenbüchern.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Buchtrailer ist fertig

Da der Roman "Border - Niemand entkommt dem Spiel" nun als Neuauflage vorhanden ist, musste auch ein neuer Buchtrailer her. Diesen möchte ich euch/Ihnen nicht vorenthalten. Und hier ist er:


PS: Hier gibts eine Buchtrailer Version mit deutlich besserer Qualität.

Montag, 11. Februar 2013

Neu aufgelegt und neuer Vertriebskanal

Manchmal ist es notwendig, neu zu organisieren, vorhandene Bücher neu aufzulegen und andere Vertriebskanäle zu nutzen.

Der Roman "Border - Niemand entkommt dem Spiel" ist jetzt mit einem neuen Cover ausgestattet und ab sofort bei Amazon als Taschenbuch erhältlich. Eine Kindle-Version wird in den nächsten Tagen folgen.

Die einstige Anthologie "COLDCUT" wird in naher Zukunft auch neu aufgelegt. Ich habe mich jedoch dafür entschieden, weitere Kurzgeschichten hinzuzufügen und den vorgenannten Roman nicht mehr mit einzubinden, so dass die Anthologie nur noch Kurzgeschichten und Novellen enthält.

Das neue Buchcover von "Border - Niemand entkommt dem Spiel" präsentiere ich euch/Ihnen natürlich gern:


Dienstag, 15. Januar 2013

Gedicht: Ein kleiner Augenblick

Heute stelle ich Ihnen ein Gedicht vor, welches schon etwa sechs Jahre alt ist. Zwar bin ich nicht der große Poet, doch hin und wieder hab ich es dann doch mal hinbekommen, diesbezüglich etwas Sinvolles zustande zu bringen.


Ein kleiner Augenblick
© 2007 by M. Fernholz

Das Licht der Sonne,
Durch die Wolken bricht.
Die Strahlen so rein,
Einem Wunder nah,
Ein kleiner Augenblick doch nur.

So sanft ein Falter,
Tanzt um mich herum.
Die Flügel so zart,
Einem Engel gleich,
Ein kleiner Augenblick doch nur.

Wasser vom Regen,
Rinnt am Stein hinab.
Die Tropfen so klar,
Einem Kristall nah,
Ein kleiner Augenblick doch nur.

Von Dir die Küsse,
Auf den Lippen spür´.
Die Sinne so wirr,
Einem Chaos gleich,
Ein kleiner Augenblick doch nur.

Zerbrochen meine Kraft,
Wie ein Glas so leicht.

Es fließt die Träne,
Auf der Haut entlang.
So traurig bin ich,
Einer Ohnmacht nah.
Der Abschied fällt mir schwer von Dir.


Weitere Gedichte

Wie zu Beginn schon erwähnt, gelingt es mir selten, Gedichte zu schreiben, doch zwei habe ich einst noch verfasst. Diese sind bei PageWizz zu finden: Rosenblütenduft und Sternenklare Nacht.

Sonntag, 6. Januar 2013

Der Fremde

Laura ist außer sich, als sie erfährt, dass sie von ihrem Freund betrogen wurde. Voller Verzweiflung schüttet sie sich daraufhin in einer Kneipe mit Alkohol zu und pafft eine Zigarette nach der anderen. Ihre Wut wird jedoch bald gebremst und scheint komplett aus ihren Gedanken zu verschwinden, als sie einen Fremden kennenlernt, von dem sie sich magisch angezogen fühlt.

Leseprobe:

Ich führe seine Anweisung aus. Plötzlich spüre ich einen sanften Stoff - es muss Seide sein - auf meinen Augenlidern. Geduldig bindet der Nebensitzende das Tuch hinter meinem Kopf zusammen. Ich empfinde plötzlich ein wenig Angst. ‚Bin ich in die Fänge eines perversen Serienkillers geraten? Was würde er mit mir anstellen?‘ Ich denke darüber nach, was in den Medien über Schandtaten von Mördern je berichtet wurde. Ich frage mich ernsthaft, weshalb ich so naiv sein konnte, mit dem Typen namens Vincent hier in dieses Fahrzeug zu steigen. ‚Ist das seine Masche, verzweifelte Frauen in seinen Bann zu ziehen?‘  
 Das Gefühl von Spannung überwiegt jedoch. ‚Was erwartet mich? Wo geht es hin?‘ Eine starke Vertrautheit nimmt wieder Überhand. Oder bilde ich mir das nur ein, um meine Angst vor eventuell erwartenden Gefahren zu überwinden? 
 Ich versuche dem Streckenverlauf zu folgen. Teilweise merke ich, wie das Taxi nach links, mal nach rechts abbiegt, wie es an einer Ampel hält, wieder losfährt und beschleunigt. Dennoch kann ich nicht ergründen wohin es geht. Ich komme mir vor wie in einem Labyrinth, aus dem ich nicht mehr herausfinden könnte. Aber erneut überkommt mich das Gefühl der Vertrautheit, als Vincent meine Hand, die er die ganze Zeit über hält, etwas fester drückt.  
 Wieder hält das Taxi. Ich lausche; vernehme raschelndes Papier, wobei es sich um einen Geldschein handeln muss, den Vincent dem Fahrer überreicht; denn kurz darauf höre ich piepsende Töne des Fahrtenschreibers. Die Tür auf Vincents Seite öffnet sich anschließend. „Kommen Sie“, fordert der Aussteigende, wobei er meine Hand nicht loslässt, und ich somit gezwungen bin, den Rücksitz entlangzurutschen, um auf der Beifahrerseite aussteigen zu können. Geschickt hält Vincent mich, sodass ich bald auf festem Boden stehe. Das Taxi verschwindet.  
 Der Regen hatte bereits aufgehört, und ein angenehmer Duft feuchter Erde erreicht meine Nase. Ansonsten herrscht Stille, keine Fahrzeuge und keine Menschen sind zu hören. Es ist windstill.

Kurgeschichte mit erotischem Inhalt

"Der Fremde" ist als Kurzgeschichte ein Bestandteil der Anthologie COLDCUT und weist einen erotischen Inhalt auf.

Freitag, 21. Dezember 2012

Alles für die Katz

Der Künstler Manuel macht sich dran, für seine Geliebte ein Dinner vorzubereiten. Am heutigen Abend hat er nämlich vor, ihr zu beichten, dass er mehr will als nur eine sexuelle Beziehung. Doch vergeblich und voller Sehnsucht wartet Manuel - Susanne will einfach nicht erscheinen. Als der Künstler jedoch noch eine Zutat für das Essen aus der Gefriertruhe, welche sich auf dem Dachboden des Hauses befindet, holt, stellt er fest, dass seine Affäre längst da ist.

Leseprobe:

„Ich wusste doch, dass ich etwas vergessen hatte“ fluche ich, während ich die Zutaten zurechtlege und meine auf dem Stuhl sitzende Perserkatze wie erschrocken zu mir rüber sieht. Die beiden Rotbarsche liegen auf dem auseinandergefalteten Pergamentpapier. Auch die Tomaten, Zwiebeln und Champignons sowie die Aubergine sind auf der großen Arbeitsplatte verteilt. Doch die Scampis fehlen. Zwar sollten sie nicht das Hauptgericht werden, dennoch hätte ich sie gern als interessante Beilage dabei gehabt. Kurz überlege ich. Dann ist mir klar, dass ich tatsächlich noch welche der kleinen Krebstiere habe. Oben im ausgebauten Dachgeschoss; in der Tiefkühltruhe. Nur leider sind es keine frischen, sondern solche aus dem Supermarkt.
 Mir persönlich reicht es, die Scampis aus der Tüte zu verwenden, doch gerade heute will ich ein ganz besonderes Menü zaubern. Dies hat nämlich einen ganz bestimmten Grund. In einer knappen Stunde würde sie an meiner Haustür klingeln, um anschließend mit mir zu dinnieren.
 Die Rede ist von Susanne, meiner Geliebten. Eigentlich hasse ich diesen Begriff. Dies hängt damit zusammen, dass ich sie gern als ständige Partnerin hätte. Aus diesem Grunde beschloss ich auch, das heutige Fischgericht zuzubereiten.
 Eindeutig klar ist auch, dass wir uns darauf geeinigt hatten, nur eine sexuelle Beziehung zu führen. Doch nun will ich mehr - ich hab mich in sie verliebt. Weshalb ich dieses Empfinden habe, weiß ich gar nicht so recht, denn sie ist von Natur aus sehr schweigsam. Vielleicht ist auch genau dies der Grund dafür, Susanne ständig bei mir haben zu wollen. Ihre geheimnisvolle Art treibt mich regelrecht dazu, mehr über sie zu erfahren. Nur habe ich keine Ahnung, wie ich es ihr gestehen soll. Nicht einmal wie sie darauf reagieren wird, wage ich mir auszumalen. Krampfhaft lege ich mir gedanklich Worte zurecht, aber momentan bin ich zu unkonzentriert - ich warte wohl besser die Situation ab. Doch ich muss es ihr heute sagen, es ist der beste Zeitpunkt dafür. Und bevor sie sich eventuell für jemand anderen entscheidet, drängt meine Angst dahingehend, mich ihr in diesem Punkt zu offenbaren. Ich habe wirklich Angst, dass Susanne mich verlassen könnte.

Kurzgeschichte "Alles für die Katz"

Die Kurzgeschichte "Alles für die Katz" ist Bestandteil der 240 Seiten starken Anthologie COLDCUT, in der sich zudem eine weitere Kurzgeschichte, der Roman "Border - Niemand entkommt dem Spiel" sowie zwei Novellen befinden.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Schauderhafte Begegnung

Motorradunfälle passieren nahezu täglich - und auch Daniel wird dieser Gefahr ausgesetzt. Schlimm genug, dass er sich nach einem kurzen Blackout auch noch selbst einen Ast aus dem Bein ziehen muss, doch niemand ist in der Nähe, ihm helfen zu können. Zwar macht er sich unter Qualen auf, Hilfe zu suchen, jedoch ist das der Beginn einer noch viel größeren Gefahr. 

Alles was Daniel noch weiß ist, dass er Scheinwerferlicht eines Autos sah, bevor er erneut ohnmächtig wird und im Anschluss in einem altmodisch ausgestatteten Zimmer erwacht und feststellt, dass die Wunde seines verletzten Beines genäht wurde. Und das Kennenlernen der älteren Dame, die ihn im Straßengraben fand, entpuppt sich allmählich zu einer schauderhaften Begegnung.

Leseprobe:


M. Fernholz - Anthologie "Coldcut"
Ich ringe nach Luft. Hitze staut sich in meinem Schädel. Panik. Ich bilde mir ein, jemand würde meine Luftröhre zusammendrücken. Ich weiß nicht, was gerade passiert. Es riecht nach nasser Erde, nach Holz. Nur verschwommen nehme ich meine Umgebung wahr; aber ich erkenne natürliches Grün. Ich versuche, mich zu orientieren. Den Kopf bewege ich panisch in alle Richtungen. Wie in einem Traum ist mein Empfinden. Nichts erscheint mir real; nur die Qual der mangelnden Atemluft zeigt mir, dass ich lebe. Hastig ertaste ich meinen Hals. Etwas drückt auf die Halsschlagader. Die Hitze in meinem Kopf steigt stetig, der Pulsschlag dröhnt bedrohlich. Meine Hände gleiten tastend höher. Nasser glatter Kunststoff. Ich lasse die Hände nach vorn rutschen, sodass ich sie vor meinen Augen sehen kann. Sie liegen auf dem Visier. Nun begreife ich. Erneut taste ich panisch am Hals. Lange werde ich nicht mehr durchhalten, mir wird schon jetzt wieder schwindlig. Das Gefühl mich übergeben zu müssen setzt ein. Die Bäume und Sträucher um mich herum verblassen. Doch dann kann ich den Kinngurt öffnen, und mit einem tiefen Luftzug reiße ich den Helm von meinem Kopf. Ich japse. Muss mich übergeben, was mich wiederum ermattet, da ich in diesem Moment nicht ausreichende Sauerstoffzufuhr bekomme. Das Herz rattert. Meine Sehorgane scheinen aus den Höhlen gequetscht zu werden, während ich würge und erneut Magensäure und Undefinierbares ausspeie. Ich spüre, wie stark mein Brustkorb sich hebt und senkt, als ich kurz darauf angestrengt atme. Allmählich aber werde ich mir selbst bewusster - die Luft in meinen Lungen transportiert wieder ausreichend Sauerstoff in mein Gehirn. Auch wenn mein Kopf noch immer dröhnt, wage ich zu beurteilen, dass ich einen Unfall mit meinem Motorrad hatte. Nur weiß ich nicht, wie lange es her ist, noch, wo mein Krad ist, und wohin ich eigentlich unterwegs war. Ich sehe mich um. Außer den Bäumen, die ihre schon teilweise braunen Blätter verlieren, und dem feuchten Unterholz ist nichts zu erkennen. Plötzlich überkommt mich das Gefühl von Kälte. Obwohl ich unter den Achselhöhlen nass bin, friere ich zitternd. Während ich dieses Vibrieren meines Körpers beobachte, gleitet mein Blick abwärts zu den Beinen. Schluckend reiße ich die Augen auf, als ich zu meinem rechten Bein sehe. Erneut ein Anfall von Angst und Panik - ein erschreckend großer Ast steckt schräg in meinem Oberschenkel.
 
Die Novelle "Der Unfall"

Der Autor M. Fernholz veröffentlichte die Novelle "Der Unfall" in seiner Anthologie "Coldcut". Dieses Buch enthält zudem weitere Novellen und Kurzgeschichten; außerdem den bereits vorgestellten Roman "Border - Niemand entkommt dem Spiel".

Dienstag, 23. Oktober 2012

Actiongeladener Horrorthriller

Sind Sie abenteuerlustig? Wenn ja, dann kann das sehr gefährlich, ja sogar tödlich sein. Den sieben Protagonisten des actiongeladenen Horrorthrillers "Border - Niemand entkommt dem Spiel" von M. Fernholz jedenfalls stellen schnell fest, dass sich ihre Abenteuerlust als gefährliches Unterfangen entpuppt - trotzdem kommt die Erkenntnis zu spät.

Nun ja, die Kombination aus Euphorie sowie die Aussicht auf finanziellen Zufluss veranlasst die sieben Personen letztendlich an dieser Aktion teilzunehmen. Und jeder von ihnen nimmt das bevorstehende Spiel auf die leichte Schulter. Doch mit dem, was während des Spielverlaufs passiert, damit hat nun keiner gerechnet. Und die zu lösenden Rätsel und zu überwindenden Hindernisse sind auch nicht ohne.  

Kleine Leseprobe erwünscht?

Ein Stück aus Kapitel 8 der Story "Border - Niemand entkommt dem Spiel":


„Habt ihr euch mal die ganzen Bücher hier angeschaut?“, fragt Steven plötzlich, wobei er auf die Wand hinter sich zeigt und die Hand einmal in die Runde kreisen lässt. Dazu kommentiert er: „Ich finde es äußerst suspekt, dass der größte Teil dieser Bücher über Psychologie, Psychiatrie, Massenmörder und ... düstere Legenden handelt.“
 Stille!
 Vorhin, nachdem Huntmann verschwunden war, und die Spieler damit beschäftigt waren, die Getränke und Leckereien hier ins Wohnzimmer zu schaffen, machte Steven sich dran, die Räumlichkeiten des Hauses näher zu begutachten. Und natürlich schenkte er auch den Bücherregalen besondere Aufmerksamkeit. Bevor Steven vor zwölf Jahren für drei Jahre wegen schwerer Körperverletzung ins Gefängnis musste, hatte er mit Büchern absolut nichts zu tun. Dort aber begann sein Interesse an Lektüre – was soll man in Gefangenschaft außer Sport und Lesen auch machen -, und er verschlang so ziemlich alles, was er in die Finger bekommen konnte. Er verstand, was es bedeutet, geschriebene Worte aufzusaugen und sein eigenes Wissen zu erweitern.
M. Fernholz "Border - Niemand entkommt dem Spiel"
 Ob er das Gedankengut seiner Entdeckung hier im Haus ernst nehmen soll oder nicht, kann er sich allerdings nicht beantworten, denn er weiß ja nicht, weshalb der Gastgeber ausschließlich nur solche Lektüre liest. Jener könnte nämlich Kriminologe, Psychologe oder ähnliches sein, zumindest ein einfaches Interesse daran haben.
 Juliane schiebt den Pony ihrer langen Haare etwas zur Seite. Ängstlich schaut sie Steven anschließend an. Alle anderen starren ebenfalls zu ihm und sind still. Niemand sagt auch nur den leisesten Ton. Jeder Einzelne überlegt, lässt sich das eben Gesagte noch einmal durch den Kopf gehen, wobei alle zusammen das umschlingende Bücherregal vorsichtig und respektvoll, beinahe ehrfürchtig begutachten. Was ist, wenn an Stevens Bedenken etwas dran ist?

Das Buch "Border - Niemand entkommt dem Spiel"

Der actiongeladene Horrorthriller von M. Fernholz ist als Softcover erhältlich und umfasst 172 Seiten. Ursprünglich war der Roman als Drehbuch konzipiert, jedoch entschied sich der Autor, die Story dennoch zusätzlich in Prosaform niederzuschreiben, um auch den klassischen Leseratten an der Story teilhaben zu lassen.

Viel Spaß beim Gruseln und Erleben dieser ungewöhnlichen Geschichte mit den verschiedenen Charakteren, die bezüglich des Spiels aus unterschiedlichsten Motivationen heraus zum Handeln gezwungen sind. Aber lesen Sie selbst: Border - Niemand entkommt dem Spiel